Kernbeisser

Kernbeisser (links) mit Fichtenkreuzschnabel, Ibergeregg, 10.2014
Kernbeisser (links) mit Fichtenkreuzschnabel, Ibergeregg, 10.2014

Ein Leckerbissen

Nicht schlecht staunte ich vor einigen Jahren, als an einem Oktobermorgen auf der Ibergeregg plötzlich aberhunderte Kernbeisser an uns vorbeizogen. Nach einigen Recherchen wurde mir bewusst, dass die Art in gewissen Jahren einen aussergewöhnlich starken Herbstzug aufweisen kann. In solchen Momenten würde man die darauf kommen, dass die Art hierzulande eigentlich nur ein eher lokaler Brutvogel ist und allgemein selten zu sehen ist.

Mit dem massiven, kegelförmigen Schnabel und der typischen Gefiederzeichnung mit dem breiten, weissen Flügelband, ist die Art selbst im Flug nahezu unverwechselbar. Männchen sind etwas kräftiger gefärbt als Weibchen und Jungvögel.

Der Gesang - falls man die Laute überhaupt als Gesang bezeichnen kann - besteht aus "zippenden" Tönen, welche mit einem hohen Piepsen enden und an die Rufe eines Rotkehlchens erinnern. Der Flugruf ist ein hoher, langgezogener Pfiff.

Die eher hohen und leisen Rufe stehen praktisch im Gegenteil zu der imposanten Erscheinung der Art, was insbesondere bei Anfängern Verwirrung stiften kann. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister!