Aktuelle ornithologische Beobachtungen aus dem Muotathal


01.06.2019

Pünktlich auf Anfang Juni werden auch wieder Gänsegeier in unseren Gefilden gesichtet. Heute beispielsweise gleich 17 Stück am Fronalpstock. Es gilt also wieder vermehrt, die Augen aufzuhalten!


05.05.2019

So wie ich es prognostiziert habe ist es nun auch herausgekommen. Die Bergvögel hat es über Nacht förmlich "heruntergeschneit" und überall im Tal sind Steinschmätzer, Ringdrosseln und Hausrötel anzutreffen. Besonders gefreut habe ich mich auch über rund 15 Zitronenzeisige.

 

Die Steinrötel hatte ich ja erwartet, aber was heute abging, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ganze zehn Stück liessen sich am Dorfrand finden. Unglaublich, auch für mich. Solche hohe Zahlen dieses Juwels sind schweizweit wohl einzigartig.

Steinrötel
Steinrötel
Steinrötel
Steinrötel
Steinrötel (Weibchen)
Steinrötel (Weibchen)
Steinschmätzer
Steinschmätzer
noch mehr Steinschmätzer
noch mehr Steinschmätzer
Ringdrossel
Ringdrossel
Zitronenzeisig
Zitronenzeisig
Zitronenzeisig
Zitronenzeisig

01.05.2019

Mit ziemlicher Sicherheit rasten aktuell in den Wäldern und Gebüschgruppen des Muotathals überall Waldlaubsänger. Diese Art ist in diesem Frühjahr überdurchschnittlich häufig anzutreffen. Im Tessin wurden Rekordsummen von bis zu 80 rastenden Vögeln gezählt und auch wir konnten gestern im Urnerland gleich 13 Stück auf einem einzigen Quadratkilometer finden.

Die Präsenz dieser Art ist gerade sehr auffällig.

 

Falls die Wetterprognose wirklich stimmt, dürfte am Sonntag hier die Post abgehen. Nun sind wirklich alle Bergvögel aus ihrem Überwinterungsquartier zurückgekehrt und werden von Schnee überrascht. Erfahrungsgemäss werden Kleinvögel wie Zitronenzeisige, Steinschmätzer, Bergpieper, Hänflinge sowie verschiedenste Drosseln in tiefen Lagen zu finden sein. Da mittlerweile Mai ist, dürften auch schon die ersten Steinrötel zurückgekehrt sein. Somit bietet sich am Sonntag die einzigartige Gelegenheit, diese aussergewöhnlich schöne und seltene Art auch einmal auf dem Talboden zu sehen!


20.04.2019

Es bleibt weiterhin ruhig. Bis auf einen Trauerschnäpper und einen längst überfälligen Steinschmätzer gab es in der letzten Woche nichts, was wirklich zu erwähnen wäre. Die Gänsesäger sind auch immer noch in der Muota.

Bachstelze (Aufnahme vom 06.04.)
Bachstelze (Aufnahme vom 06.04.)
Bergpieper (Aufnahme vom 06.04.)
Bergpieper (Aufnahme vom 06.04.)
Alpendohle
Alpendohle

06.04.2019

Die beste Art der letzten Woche war zweifelsohne ein weibliches Schwarzkehlchen, das bei einer Steinmauer im Guggeli rastete. Gemäss Datenbank ist das erst der zweite Nachweis für das Muotathal. Aber auch die Zippammern liessen sich nach langer Zeit wieder einmal blicken. Im Wald gab es mit zwei Schwanzmeisen eine weitere nicht ganz alltägliche Art. Der starke Schneefall vom Donnerstag hat erwartungsgemäss einige Bergvögel in die Niederungen gezwungen, so auch rund 20 Ringdrosseln. Zwar hatte ich mehr Vögel erwartet, dennoch bereiteten mir die scheuen Drosseln Freude.

Ringdrossel Weibchen
Ringdrossel Weibchen
2 Ring-, 2 Mistel- und 1 Singdrossel
2 Ring-, 2 Mistel- und 1 Singdrossel

30.03.2019

Was ist neu? Seit Mitte März sind die ersten Hausrotschwänze da. Wie jedes Jahr die Männchen etwa eine Woche vor den Weibchen. Felsenschwalben sind auch seit Mitte März da und soeben flog auch die erste Rauchschwalbe vorbei. Auch die Zilpzalpe hört man nun wieder singen. Wegen dem Schnee / Schneeregen waren in der letzen Woche etwas mehr Kleinvögel als üblich auf dem Talboden anzutreffen aber der grosse Spass hat noch nicht richtig begonnen.

So blieben die interessanten Arten wie Wiedehopf oder Zippammer bisher aus.

Aber die Gänsesäger sind immer noch da.

Gänsesägermännchen
Gänsesägermännchen